Max-Schmeling-Halle

Die Max-Schmeling-Halle ist eine nach dem berühmten deutschen Boxer Max Schmeling benannte Multifunktionshalle im Berliner Ortsteil Prenzlauer Berg. Sie wurde 1996 eröffnet und ist neben der O2 World und dem Velodrom eine der größten Spielstätten Berlin.

Die Max-Schmeling-Halle und das Velodrom haben als Betreiber die Firma Velomax Berlin Hallenbetriebs GmbH, ein Tochterunternehmen der Unternehmensgruppe Gegenbauer. Die Zuschauerkapazität liegt bei Konzerten bei bis zu 11.900 Personen. Bei Sportnutzungen wie Handball, Volleyball oder Basketball bietet die Halle ca. 8.500 Besuchern Platz. Weiterhin wird die Halle regelmäßig für Kongresse, Parteitage und Galaveranstaltungen genutzt.

Das Umweltprogramm der Max-Schmeling-Halle:

Die Velomax Berlin verfolgt ein Leitbild demzufolge die Aspekte der ökonomischen, sozialen und ökologischen Nachhaltigkeit in den internen Systemen und Strukturen des Unternehmens verankert und deren Umsetzung fortlaufend kontrolliert werden. Die einzelnen Maßnahmen des Umweltprogramms werden nachfolgend skizziert.

Das Gebäude

Grüne Brücke

Die „grüne Brücke“ verbindet die ehemals getrennten Teile Berlins, den Prenzlauer Berg im Osten und den Wedding im Westen. So wird für ein kleines Ökosystem mitten in der Innenstadt und für ein ressourcensparendes Raumklima in der Max-Schmeling-Halle gesorgt.

Nutzung erneuerbarer Energien

Auf dem Dach der Max-Schmeling-Halle sind 1.064 Solarmodule installiert; sie produzieren 225 MWh im Jahr

Kraft-Wärme-Kopplung

Wärme und Strom wird in einem Blockheizkraft (BHKW) produziert; hoher Gesamtnutzungsgrad der eingesetzten Primärenergie = Kombination von Strom- und Wärmeerzeugung (bedarfsgerechter Verbrauch direkt am Erzeugungsort)

Reduzierung des Ressourcenverbrauchs

  • Vorkonditionierung der Außenluft
  • Erneuerung der Gebäudeleittechnik
  • Nutzung von Tageslicht durch große Fensterfronten (Nordseite);
  • Rüst- und Reinigungsarbeiten in vielen Räumen bei Tageslicht möglich
  • Vorkühlung durch natürliche Belüftung mit Nachtluft in der heißen Jahreszeit
  • Beleuchtungssteuerung über Bewegungsmelder und Zeitschalter
  • Sukzessiver Austausch konventioneller Leuchtmittel gegen LEDs
  • Begrünung der schrägen Dachflächen dient als zusätzliche Fassadendämmung; fördert Verbesserung des Raumklimas

Soziale Verantwortung

  • Barrierefreiheit
  • Bereitstellung der Nebenhallen für Schul- und Vereinssport (Senatsverwaltung für Inneres und Sport ist für die Vergabe der Hallenbelegungszeiten verantwortlich); hohe Verfügbarkeit wird sichergestellt durch kontinuierliche Instandhaltung, Reinigung und Gebäudebetrieb seitens des Betreibers


Ökologie

  • Begrünte Dachflächen fungieren als Mini-Ökosystem


Betrieb der Veranstaltungsstätte

Wassereinsparung

  • Zeitbegrenzer an den Duschen
  • Wasserhähne mit geringen Durchflussmengen
  • Sparsame Reinigungstechniken
  • Aufbereitung/Wiederverwendung von Reinigungswasser als Teilprojekt der Clean & Green-Zertifizierung


Think before Print

  • Reduzierung des Verbrauchs von Papier, Toner und Strom (zur Vermeidung von unnötigen Ausdrucken)
  • Weitere Einsparungen von Papierausdrucken in Vorbereitung (IT-gestützte Projekte wie z.B. elektronische Rechnungsbearbeitung und Einführung eines Dokumentenmanagementsystems) Go Green
  • Nutzung einer Frankiermaschine; Verzicht auf gedruckte Briefmarken
  • Ausgleich CO2-Ausstoß für Beförderung der Briefe findet in der gesamten Unternehmensgruppe Gegenbauer statt


Mobilität, Ort, Unterbringung und Catering

Mobilität, Ort, Unterbringung

  • Hoher Anteil des Gesamt-CO2-Ausstoßes einer Veranstaltung entfällt auf Anreise der Teilnehmer; je nach Einzugsgebiet ist die Anreise mit der Bahn zu bevorzugen (anstelle von Flugzeug oder PKW)
  • Hervorragende Anbindung der Max-Schmeling-Halle an den ÖPNV; gute Innenstadtlage sorgt für kurze Wege (gute Erreichbarkeit von allen Bahnhöfen)
  • Parkmöglichkeiten im Umfeld
  • Inkludierung der Eintrittskarten oder Anmeldungen der Nutzung des ÖPNV („Kombiticket“) möglich; Vermittlung entsprechender Vereinbarung mit BVG und S-Bahn
  • Weitere Möglichkeiten zur CO2-freien Mobilität (im Rahmen einer Veranstaltung) bietet die Deutsche Bahn (DB)


Catering

  • Auswahl Caterer mit möglichst regionalen, saisonalen und/oder ökologischen produzierten Lebensmitteln
  • Fresh Box Stände – frische Zubereitung aus regionalen Produkten
  • Ausreichend vegetarische Alternativen anbieten
  • Lange Lieferwege und Abfall vermeiden

 

Ressourcenverbrauch, Soziales und Gesellschaft, Kommunikation und Dokumentation

Ressourcenverbrauch

Berücksichtigung des Aspektes des Energieverbrauches bei der Auswahl des Veranstaltungsortes und der Unterbringung der Gäste.

Bei der Beschaffung von Produkten und Dienstleistungen sollten folgende Punkte berücksichtigt werden:

  • Nachhaltigkeitskriterien bei den Beschaffungsvorgängen sollten eingehalten werden
  • Reduzierung von Abfall sowie Abfallmanagement müssen beachtet werden
  • Klimaneutralstellung: Ermittlung, Vermeidung oder Verminderung und Ausgleich
  • Wasser: Wasser sparen und sauber halten, Wasserverluste vermeiden


Soziales und Gesellschaft

  • Barrierefreiheit, Geschlechtergerechtigkeit und Diversität beachten
  • Vermeidung von negativen sozialen Auswirkungen
  • Förderung der regionalen Spezifikationen


Kommunikation und Dokumentation

  • Öffentlichkeitsarbeit im Vorfeld und in der Nachbereitung
  • Informationsweitergabe und Schulung aller Mitarbeiter und Akteure
  • Aufgreifen von Nachhaltigkeitsthemen in der Konzeptionsphase
  • Integration in der Nachhaltigkeitsstrategie


Dienstleistungen der Max-Schmeling-Halle

Rüstarbeiten

  • Stühle, Sporttechnik und Bühnenpodeste im Objekt vorhanden, daher minimale CO2-Emissionen für die Bereitstellung
  • CO2-Emissionen für Personal können ermittelt werden
  • Passende Transportmittel für Mobiliar zur Vermeidung von Verpackungsmüll
  • Abführung von Sozialversicherungsbeiträgen, keine Scheinselbstständigkeit


Veranstaltungstechnik

  • Nutzung von energieeffizientem medientechnischem Equipment und LED-Technologie
  • Abführung von Sozialversicherungsbeiträgen, keine Scheinselbstständigkeit


Reinigung

  • Clean & Green-zertifiziert
  • Beschäftigung von Mitarbeitern aus über 55 Nationen
  • Abführung von Sozialversicherungsbeiträgen, keine Scheinselbstständigkeit
  • CO2-Emmissionen für Personal können ermittelt werden


Sonstige Dienstleistungen

  • Alle Partner aus der Region, somit geringe CO2-Emmissionen für An- und Abreise
  • Wenn möglich: CO2-Emissionen für Personal können ermittelt werden
  • Nur geschultes/qualifiziertes Personal
  • Abführung von Sozialversicherungsbeiträgen, keine Scheinselbständigkeit


CO2-Emissionen

  • Reduzierung durch Photovoltaikanlage
  • Reduzierung durch Kraft-Wärme-Kopplung
  • Berechnung der Emissionen für einzelnes Event
  • Reduzierung durch mögliches Tageslicht bei Rüstarbeiten