Hintergrund

Das Greener Arena Network ist ein Zusammenschluss von Arenen und Stadien, die gemeinsam das Thema “grünes Wirtschaften” in ihren Unternehmen, sowie in ihrer Branche voranbringen möchten.

Teilnehmer des 2ten Greener Arena Workshops am 4. April 2014 in Münster

(English speakers please scroll down)

Große Spiel- und Veranstaltungsstätten haben einen enormen Energieverbrauch. Durch die hohe Nutzungsdichte und regelmäßige Bespielung sind Jahresverbräuche von bis zu 4.000.000 kWh keine Seltenheit. Insbesondere sind hier die Multifunktionsarenen zu nennen: das Hallenstadion Zürich beispielsweise hat einen jährlichen Verbrauch von 7.000.000 kWh, die Amsterdam Arena hatte im Jahr 2009 sogar einen Energieverbrauch von 15.011.000 kWh, was einem CO2-Ausstoß von 5.293 Tonnen entspricht.

Die Green Music Initiative und die EnergieAgentur.NRW haben das Thema Energieeffizienz und Klimaschutz in großen Hallen und Arenen aufgegriffen und die Ideen eines Greener Arena Networks entwickelt. Ziel des Netzwerks ist es, das Thema Klimaschutz nachhaltig in der Branche zu etablieren. Dies soll  künftig unter Beteiligung von Betreibern von großen Spielstätten (Hallen, Arenen, Stadien) weiter vorangetrieben werden.

Große Energieeffizienzpotentiale im Verhaltensbereich
Große Hallen und Arenen setzen in der Regel über ihr Facility Management bereits diverse Energieeffizienzmaßnahmen um. Durch die hohe Anzahl von Fremdveranstaltungen sind ihnen jedoch Grenzen in Planung und Durchführung gesetzt. Mieter wie Konzerte, Sportveranstalter oder Kongresse planen meist unabhängig vom Hallenbetreiber, setzen eigenes Personal ein und haben oft wenig Kenntnis von den Eigenheiten des jeweiligen Hallenbetriebs. Durch diese Verantwortungs- und Aufgabenteilung bleiben die zweifelsohne existierenden Energieeffizienzpotentiale ungenutzt. Beispielsweise wird das Nutzerverhalten in den wenigsten Fällen berücksichtigt.

Kommunikationsoffensive für grünes Engagement dringend benötigt
Ein weiterer wichtiger Ansatzpunkt des „Greener Arena Network“ Projekts ist die verstärkte Kommunikation von Engagement im Bereich Energieeffizienz und nachhaltiges Management. Bisher werden derartige Bemühungen und Errungenschaften nur mangelhaft öffentlich kommuniziert, unter anderem da Arenen und Hallen oft den Eindruck haben, dies interessiere Niemanden und schaffe keine Wettbewerbsvorteile. An diesem Punkt möchte die Green Music Initiative ansetzen. Gemeinsam mit den Arenen sollen Ziele und Maßnahmen erarbeitet werden, die sowohl an eine breite Öffentlichkeit aus Besuchern, Kommunen und Anwohnern vermittelt werden, als auch an Veranstalter, Booker und Künstler. So soll die Nachfrage nach klima- und umweltfreundlichem Management angeregt werden, damit derartige Praxis schließlich Wettbewerbsvorteile, ökonomische Vorteile und somit Anreize zu Engagement mit sich bringt.

Der bisherige Prozess
Bei einem ersten „Greener Arena“ Workshop im Dezember 2013 wurden gemeinsam mit Vertretern verschiedener Hallen und Arenen bereits wichtige Hotspots, Potentiale und Problematiken des Themas Energieeffizienz erörtert und der Grundstein für ein „Greener Arena Network“ gelegt.

Bei einem zweiten Workshop Anfang April 2014 in Münster wurden diese Fragestellungen vertieft. Themenschwerpunkte des zweiten Workshops waren: Austausch von Best Practice Erfahrungen, Motivation und Kommunikation von energiebewusstem Nutzerverhalten, sowie die Gründung, Trägerschaft und Finanzierung und die nächsten Schritte eines „Greener Arena Networks“.

Ausblick
Das Netzwerk soll in Zukunft neben weiteren Spielstättenbetreibern auch diverse Dienstleister wie Stagehands, Caterer, Facility Management, Merchandising etc. beinhalten und darüber hinaus die Schnittstelle zu Energieberatern, Veranstaltern, Bookern, Künstlern, Sponsoren, Energielieferanten und Umweltverbänden sein.

Mitglied werden
So sie Mitglied werden möchten, wenden Sie sich bitte an Roman Dashuber (siehe Kontakt)

Kontakt:
Jacob Bilabel
bilabel(at)thema1.de


ENGLISH
Big venues such as arenas and stadia have a huge demand for energy and therefore a considerable impact on the environment. Many of those venues are aware of that and have already implemented environmental management schemes through their facility management. Nonetheless there is still a large energy saving potential to be adressed by means of changing behavioral patterns that so far remained largeley untapped.

In close cooperation with the EnergyAgency.NRW the Green Music Iniative launched the new “Greener Arena Network” which aims at understanding how this energy saving potentials can be adequately adressed.